Was tut sich aktuell in der Imkerei Honiggarten?

Hier erfahren Sie, was aktuell bei den Bienen zu tun ist.

Zeit für Honigräume

Nicht nur meteorologisch, sondern auch phänologisch hat der Frühling endlich begonnen. Die Marille blüht bereits und auch die ersten Kirschen stehen in den Startlöchern. Das ist die Zeit für den Imker den Bienenvölkern neuen Platz zu geben, wo sie den gesammelten Nektar einlagern und zu Honig weiterverarbeiten können. Jedes Volk wird dabei nochmals durchgesehen und bewertet. Alle bekommen einen Drohnenrahmen in den oberen Brutraum sowie ein Absperrgitter zwischen Brut- und Honigraum. So wird verhindert, dass die Königin in den Honigraum geht und dort Eier legt. 

So sieht es aus, wenn sich der Imker auf das Aufsetzen des Honigraums vorbereitet:

Mittlerweile haben wir auch Gewissheit über die Winterverluste 2025/2026. Mit zwei verlorenen Völkern sind wir zwar immer noch unter der empfohlenen Grenze von 10% Völkerverlusten, es schmerzt aber dennoch jedes Volk, das man nicht durch den Winter bringen konnte.

Auf eine gute Bienensaison 2026!

4. April 2026 

Der Specht war zu Besuch

Manchmal staunt man nicht schlecht! Bei meinen Besuchen an diesem Bienenstand hatte ich noch nie einen Specht gesehen. Die Schäden an den Beuten sind aber unverkennbar. 

 

Für den Imker bedeutet das: Holzarbeit, sobald die Zargen wieder frei werden. Für die Bienen hat das vor allem Stress bedeutet. Sobald der Specht zu hämmern beginnt, befinden sich die Bienen in Alarmbereitschaft und fressen sich für eine bevorstehende Flucht voll. Das resultiert vor allem im Winter in einer Mehrbelastung des Darmtraktes.

 

Alle Bienenvölker deren Beuten vom Specht beschädigt wurden sind noch vital. Man merkt aber, dass sie merklich mehr Futter verbraucht haben als andere Völker.

 

12. Februar 2026

Labor Protokoll Bienenwachsprobe 2025

Unsere Bio Imkerei unterliegt selbstverständlich regelmäßigen Prüfungen durch eine anerkannte Biokontrollstelle. Denn nur durch Kontrollen kann auch sichergestellt werden, dass sich alle an die Vorgaben und Richtlinien für eine biologische Imkerei halten. Bei der diesjährigen Prüfung wurde auch eine Kontrolle unseres Bienenwachses vorgenommen.

Es freut uns, dass wir das erhaltene Labor Protokoll hier teilen können. Es wurden keinerlei Pestizide oder Varroazide in der Wachsprobe gefunden. Unser Bienenwachs ist nicht belastet. So wünschen wir uns das.

30. Oktober 2025

Winterfutter

Aktuell geben wir unseren Bienen die finale Portion Winterfutter. Dabei handelt es sich um Zuckerwasser aus Bio-Rübenzucker. Unsere Bienen verwenden dieses Zuckerwasser aber nicht direkt als Nahrung, sondern verarbeiten dieses genau so wie Blütennektar um es für den Winter haltbar zu machen. Das Zuckerwasser wird dabei von den Bienen im Stock aufgenommen, verdickt, mit Enzymen versehen und in die ausgebauten Waben eingelagert. Es entsteht sozusagen "Zuckerhonig" von dem die Bienen im Winter zehren.

 

Nach der letzten Futtergabe wird sichergestellt, dass jedes Volk über 15 bis 20kg Winterfutter verfügt, abhängig von der Volksstärke. 

 

29.Oktober 2025

Varroabehandlung

Seit ca. 5 Jahrzehnten haben unsere Honigbienen mit den aus Asien eingeschleppten Varroamilben zu kämpfen. Dieser Parasit hat sich darauf spezialisiert, in den Bienenvölkern zu leben und sich dort zu vermehren. Neben der direkten Schwächung durch diese Milben, die sich von Körperflüssigkeiten der Bienen ernähren, sind sie außerdem Überträger von Viren. Unsere europäischen Honigbienen können sich nicht gegen diesen Parasiten wehren und sind daher auf unsere Hilfe angewiesen. Ohne Behandlung gegen die Varroamilbe geht jedes Bienenvolk zu Grunde!

 

Neben biotechnischen Maßnahmen, die wir in der Zeit von April bis August setzen können, beschränken wir uns in der Imkerei Graussam auf die Behandlung mit den organischen Säuren Ameisensäure und Oxalsäure. Dabei handelt es sich um in der Natur natürlich vorkommende Säuren, die keine Rückstände im Wachs verursachen. Außerdem erfolgt eine Behandlung von Wirtschaftsvölkern immer nur nach der Honigernte. Nur die im selben Jahr gebildeten Jungvölker werden bei Bildung mit Oxalsäure behandelt um ihnen den bestmöglichen Start zu gewährleisten. Von diesen Völkern ernten wir im gleichen Jahr aber auch keinen Tropfen Honig!

 

Dieses Jahr hatten wir das Glück, dass wir auf die stärker wirkende, aber auch bienenschädlichere Ameisensäure verzichten konnten. Bis zur Wintersonnenwende wird jedes Volk mindestens einmal mit Oxalsäuredampf behandelt. Das ist eine der schonendsten Behandlungen für unsere Bienen. Ziel ist es, dass die Bienen mit so wenig Milben in die nächste Saison gehen, wie möglich.

 

29. Oktober 2025

©Alexander Graussam

Alle Rechte vorbehalten

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.